Revolution 2: Herstellung des Medikaments

Eine berechtigte und wichtige Frage: Wie kann man die antibiotische Lösung herstellen, die man sich über den Katheter in die Blase gibt. Denn es gibt keine offizielle Zulassung zur Gabe eines Antibiotikums direkt in die Blase.

Lösung 1:

Gehen sie in eine Apotheke und fragen sie, ob dort die fertige Lösung hergestellt wird. Das ist aber nach meiner Erfahrung mitunter schwierig und an bestimmte Voraussetzungen zur Herstellung von sterilen Lösungen gebunden. 

Lösung 2:

Es gibt überregional tätige Apotheken, die die Lösung herstellen und versenden.

Lösung 3:

Stellen Sie die Lösung selbst her. Es ist kein Hexenwerk. 

  1. Nehmen Sie eine kleine Flasche mit 100 Milliliter steriler, physiologischer Kochsalzlösung.
  2. Dann nehmen Sie die Ampullen mit dem flüssigen Antibiotikum. Gentamicin gibt es als Ampullen mit 40, 80 oder 160 mg Wirkstoff.
  3. Diesen Wirkstoff spritzen Sie mit einer sterilen Nadel in die Flasche mit der Kochsalzlösung (siehe farbige Lösung unten links).
  4. Dann setzen Sie auf die Flasche einen sogenannten Spike (siehe unteres Bild). Der hat den Vorteil, dass man ihn nach Abziehen der Flüssigkeit wieder verschließen kann und somit die Lösung steril bleibt.

Wieviel nehme ich jetzt praktisch?

Wenn man in eine Flasche beispielsweise 5 Ampullen mit je 80 Milligramm gibt, hat die Flasche insgesamt 400 Milligramm Wirkstoff.

Dann kann man für jede Gabe in die Blase 20 ml über den „Spike“ abziehen, die dann circa 80 Milligramm Wirkstoff enthält.

Dann gehen Sie weiter vor, wie im Blogbeitrag „Antibiotika direkt in die Blase“ vorgeschlagen. Sie können die Spritze mit dem Wirkstoff auf den Stufenkegel-Adapter aufsetzen und dann – wenn die Blase durch den Einmalkatheter entleert ist – das passende Ende auf den Katheter aufbringen und den Wirkstoff in die Blase spritzen.